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pdf-ocr-hotfolder/CHANGELOG.md
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techadmin 305454eeb5 docs: Systemanforderungen und journald-Abhaengigkeit dokumentieren (v0.6.3)
Aus den Testlaeufen auf Debian 12 (CT 200) und Debian 13 (CT 201):

- Systemanforderungen: mindestens 2 GB RAM. Eine einzelne A4-Seite in
  300 dpi mit deskew=true hat auf einem 512-MB-Container den OOM-Killer
  ausgeloest (anon-rss:489676kB). Dazu der Zusammenhang RAM <->
  max_workers x jobs x Aufloesung, wie sich ein OOM-Kill aeussert und wie
  man ihn nachweist (/sys/fs/cgroup/memory.events, dmesg auf dem Host).
- Troubleshooting: kaputtes systemd-journald ist ein blinder Fleck, weil
  der Dienst seit v0.4.1 nur dorthin loggt. Symptom, erste Pruefung und
  ein Vordergrund-Notbehelf. Auf einem von zwei Testcontainern aufgetreten
  — kein generelles LXC-Muster.

Nebenbei korrigiert: toter Anker in docs/INSTALLATION.md (#3-ocr-sprachen
-> #4-ocr-sprachen) und eine veraltete Stelle im Briefing, die
requirements.txt noch als "ocrmypdf 16.x" beschrieb.

Reine Doku-Version, 152 Tests unveraendert gruen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-09-23 00:18:45 +02:00

29 KiB
Raw Permalink Blame History

Changelog

[0.6.3] - 2026-09-23

Reine Doku-Version — kein Code, kein Installer, kein Updater, keine Unit, keine Tests angefasst (ausser dem Versionsstring). Beide Erkenntnisse stammen aus den Testlaeufen auf Debian 12 und Debian 13.

Added

  • Abschnitt "Systemanforderungen" in docs/INSTALLATION.md. Die Dimensionierung fehlte bisher komplett. Empfohlen werden mindestens 2 GB RAM; 512 MB reichen fuer 300-dpi-Scans nachweislich nicht. Gemessen auf einem LXC-Container mit 512 MB RAM + 512 MB Swap, Debian 13, Ghostscript 10.05.1: eine einzelne A4-Seite in 300 dpi mit deskew = true riss das cgroup-Limit und der Dienst wurde vom OOM-Killer beendet (oom-kill:constraint=CONSTRAINT_MEMCG, oom_memcg=/lxc/201, task=python, total-vm:1168764kB, anon-rss:489676kB). Dieselbe Verarbeitung mit einer kleineren Seite (850x1100 px) lief in ca. 19 s sauber durch.
    • Dokumentiert ist der Zusammenhang RAM <-> max_workers x jobs x Aufloesung: max_workers (Default 2) laesst zwei solcher Seiten gleichzeitig laufen, der Spitzenbedarf multipliziert sich entsprechend. Wer knapp dimensioniert, zieht zuerst max_workers herunter.
    • Dazu, wie sich ein OOM-Kill aeussert (Dienst weg bzw. von systemd neu gestartet, NRestarts steigt, Abbruch mitten in der Datei ohne Traceback, PDF bleibt in working/ liegen) und wie man ihn nachweist (/sys/fs/cgroup/memory.events im Container, dmesg auf dem LXC-Host). Ohne diese Pruefung sieht der Fall wie ein Anwendungsfehler aus und man sucht in ocrmypdf, Tesseract oder der Config.
    • Mit dem Hinweis, dass die Wiederaufnahme aus working/ seit v0.6.0 den Datenverlust abfaengt — der OOM selbst bleibt aber ein Problem: bei unveraenderter Dimensionierung laeuft dieselbe Datei nach dem Neustart erneut hinein.
    • README.md bekommt im Schnellstart nur einen Einzeiler mit Verweis, keine Dublette.
  • Troubleshooting-Eintrag "Keine Logs: No journal files were found" in docs/INSTALLATION.md. Auf einem der Testcontainer war systemd-journald.service kaputt (failed, status=243/CREDENTIALS), journalctl lieferte No journal files were found. Da der Dienst seit v0.4.1 ausschliesslich nach journald loggt (kein FileHandler, kein Logverzeichnis — bewusste Entscheidung), gibt es dann gar keine Dienstlogs: ein blinder Fleck, der vor jeder Fehlersuche per systemctl status systemd-journald auszuschliessen ist. Als Notbehelf ist der Vordergrund-Aufruf dokumentiert (cd /opt/pdf-ocr-hotfolder && sudo -u pdfocr ./venv/bin/python -m pdf_ocr_hotfolder --config ..., das cd ist zwingend, s. 0.6.2). Ausdruecklich festgehalten: das ist kein generelles LXC-Muster — der zweite Testcontainer war in Ordnung, es war Schaden auf genau dieser Maschine.

Changed

  • AI_AGENT_BRIEFING.md: der Kommentar zu requirements.txt in der Projektstruktur nannte noch "ocrmypdf 16.x!" — genau die Version, die seit 0.6.1 als unbrauchbar gilt und gegen die der Pin schuetzt. Korrigiert auf 17.x.

[0.6.2] - 2026-09-22

Fixed

  • Der --check-config-Befehl, den update.sh in der Zusammenfassung ausgibt, lief so wie gedruckt nicht (No module named pdf_ocr_hotfolder). Das Paket wird nicht pip-installiert, sondern nach /opt/pdf-ocr-hotfolder kopiert und nur ueber das Arbeitsverzeichnis gefunden — dem Hinweis fehlte das vorangestellte cd. Betraf auch die Beispiele in README.md, docs/INSTALLATION.md, docs/UPDATE.md und docs/OS-UPGRADE.md. Gefunden beim Update-Test v0.3.1 -> v0.6.1 auf Debian 12.

[0.6.1] - 2026-09-22

Fuer Bestandsinstallationen wichtig. Wer 0.6.0 bereits eingespielt hat, laeuft auf Debian 12 mit hoher Wahrscheinlichkeit im Totalausfall: der Dienst meldet active, --check-config meldet "Preflight ok" — und jede PDF landet in error/. Nach dem Update auf 0.6.1 nachsehen, ob in error/ unverarbeitete Dateien liegen, und diese zurueck nach incoming/ schieben. Der Updater faehrt jetzt selbst einen Rauchtest, der so einen Zustand sofort aufdeckt.

Fixed

  • ocrmypdf-Pin von 16.13.0 auf 17.4.1 korrigiert — das war ein stiller Totalausfall. 0.6.0 pinnte ocrmypdf==16.13.0. Auf Bestandssystemen mit vorher ocrmypdf>=16.0 war das ein Downgrade von 17.4.1, und auf Debian 12 (Ghostscript 10.0.0) bricht ocrmypdf 16.13.0 bei jeder PDF ab:

    MissingDependencyError: Ghostscript 10.0.0 through 10.02.0 (your version:
    10.0.0) contain serious regressions that corrupt PDFs with existing text
    

    Ursache, verifiziert im Quelltext von ocrmypdf/builtin_plugins/ghostscript.py::check_options(): bis einschliesslich 16.x laeuft die Ghostscript-Pruefung bedingungslos — skip_text=true allein genuegt, output_type wird gar nicht geprueft, obwohl die Fehlermeldung selbst --output-type pdf empfiehlt. Ab 17.0.0 umschliesst denselben Block ein if options.output_type.startswith('pdfa'):; ohne PDF/A wird Ghostscript nicht angefasst. run_ocr() setzt bei leerem pdfa_level genau output_type="pdf" und hielt sich damit faelschlich fuer sicher.

    Betroffen war nicht nur das Update, sondern ebenso jede Neuinstallation: skip_text = true ist der Default. — 17.4.1 ist die auf Debian 12 + gs 10.0.0 real verifizierte Version; skip_text bleibt in 17.x als Alias fuer mode='skip' unterstuetzt, run_ocr() musste nicht angepasst werden.

  • Preflight prueft jetzt die reale Bedingung. check_preflight() sah die Ghostscript-Version bisher nur bei gesetztem pdfa_level an (if pdfa_level:) — genau deshalb ging der kaputte Zustand als "Preflight ok" durch. Die neue Bedingung (_gs_block_reason()) bildet ocrmypdf nach:

    betroffene GS-Version  UND  skip_text  UND  (pdfa_level  ODER  ocrmypdf < 17)
    

    Die Signatur ist jetzt check_preflight(pdfa_level, skip_text); alle Aufrufstellen (run(), run_once(), --check-config) reichen beides durch. redo_ocr steht bewusst nicht in der Bedingung: die Config kennt keinen solchen Key, und ein erfundener waere schlimmer als ein fehlender.

    Ergebnis: der Dienst bricht beim Start mit Exit 2 ab statt bei der ersten Datei, und --check-config meldet den Zustand als Fehler (Exit 2) — also auch mitten im Update. Die Meldung nennt beide Auswege: Ghostscript >= 10.02.1 aus bookworm-backports (der Installer bietet das an) oder [ocr].skip_text = false.

Added

  • update.sh macht Versionsspruenge der Kernabhaengigkeiten sichtbar. Die Versionen der in requirements.txt gepinnten Pakete werden vor und nach pip install gemessen; Downgrades erscheinen als [WARN], Upgrades und neue Pakete als [INFO], beides zusaetzlich in der Abschluss-Zusammenfassung. Das Downgrade 17.4.1 -> 16.13.0 verschwand bisher wortlos hinter [INFO] Dependencies ok ✓.
  • Rauchtest in update.sh. Nach dem Start jeder Instanz geht eine winzige Test-PDF durch die echte Pipeline; der Test gilt als bestanden, wenn sie in outgoing/ ankommt. Erst das deckt einen Totalausfall auf, den systemd nicht sieht.
    • Die Test-PDF (694 Bytes, eine Seite) steckt als base64 im Skript — kein Pillow, kein gs, kein convert noetig.
    • Eindeutiger Dateiname (__smoketest_update_<zeitstempel>_<pid>.pdf), der mit keiner Kundendatei kollidieren kann.
    • Raeumt restlos auf — Testdatei und Ergebnis, in incoming/, working/ (inkl. __ocr_-Zwischendatei), outgoing/, error/ und Archiv, auch bei Fehlschlag und Timeout.
    • Uebersprungen bei Instanzen mit aktivem [upload.nextcloud], [upload.sftp], [notify.email] oder [upload.folder] mit gesetztem target: dort wuerde die Testdatei nach aussen gehen, im Zweifel zum Kunden. [upload.folder] ohne target schreibt nach outgoing/ und ist harmlos.
    • Wartezeit SMOKE_TIMEOUT (Standard 90 s), danach durchgefallen — das Skript haengt nicht.
    • Ein Fehlschlag setzt den Exit-Code auf 1 und nennt den journalctl-Befehl, rollt aber nichts zurueck.
    • Abschaltbar mit --no-smoke-test, dokumentiert in --help.
  • --check-config zeigt zusaetzlich skip_text sowie die installierte ocrmypdf- und Ghostscript-Version an.

Changed

  • Doku praezisiert. config.example.toml, config.py, docs/INSTALLATION.md und docs/UPDATE.md behaupteten sinngemaess, pdfa_level = "" sei der sichere Default gegen den Ghostscript-Bug. Das stimmt so nicht: die Entwarnung haengt an der ocrmypdf-Version und gilt erst ab 17. Der Ghostscript-Abschnitt in INSTALLATION.md stellt die Bedingung jetzt je ocrmypdf-Major gegenueber und nennt skip_text = false als zweiten Weg; UPDATE.md beschreibt Rauchtest und Versionssprung-Meldung.
  • Kommentarblock in requirements.txt korrigiert: der Schutz gilt gegen den naechsten ungewollten Major-Sprung (18), nicht gegen 17 — samt Begruendung, warum 16.x fuer uns unbrauchbar ist.

Tests

  • 152 statt 135 Tests. Neu: die Preflight-Matrix aus GS-Version x skip_text x pdfa_level x ocrmypdf-Major — darunter der Fall, der durchrutschte (betroffene GS-Version + skip_text=true + leeres pdfa_level + ocrmypdf 16.x muss PreflightError ausloesen) und die Gegenprobe, dass dieselbe Config mit ocrmypdf 17.x nicht ausloest (sonst startet keine Debian-12-Bestandsinstanz mehr). Dazu ocrmypdf_checks_gs_always(), der Abbruch in run_once() und Exit 2 bei --check-config.

[0.6.0] - 2026-09-22

Added

  • Wiederaufnahme aus working/ beim Start. process_pdf() verschiebt das Original vor dem OCR nach working/. Wurde der Dienst dort hart abgeschossen (SIGKILL nach TimeoutStopSec), blieb die Datei liegen und wurde nie wieder angefasst — stiller Datenverlust. _scan_working() greift sie jetzt beim Start auf (vor incoming/), das OCR laeuft fuer sie neu. Liegt in incoming/ eine gleichnamige, andere Datei, bekommt die wiederaufgenommene einen Zeitstempel angehaengt, damit sich beide nicht ueberschreiben. Liegt in working/ bereits eine andere Datei desselben Namens, bricht process_pdf() fuer die neue ab und laesst sie in incoming/ liegen, statt den laufenden Vorgang stillschweigend zu ueberschreiben.
  • Unvollstaendige OCR-Fragmente werden geloescht. Die Zwischendatei, in die ocrmypdf schreibt, traegt jetzt das Praefix __ocr_ (OCR_TEMP_PREFIX). Bleibt so eine Datei nach einem harten Stopp in working/ liegen, ist sie als Eingabe unbrauchbar und als Ergebnis wertlos — sie wird beim Start mit einer Warnung entfernt, damit sie niemand fuer ein fertiges PDF haelt.
  • --check-config: prueft eine Instanz-Config, ohne irgendetwas zu verarbeiten (hat Vorrang vor --once). Zeigt die vier Pfade inkl. Hinweis auf noch fehlende Verzeichnisse, Sprachen, Seiten-Timeout und PDF/A-Level, faehrt Preflight und [output]-Validierung und gibt alle Warnungen aus. Exit 0 = sauber, 1 = nur Warnungen, 2 = Fehler (Dienst wuerde nicht starten).
  • Legacy-Warnungen fuer [ocr].timeout und [ocr].pdfa_level. Ein timeout >= 900 stammt fast sicher aus einer Config vor 0.4.0, wo der Wert ein wirkungsloses Gesamt-Timeout mit Default 1800 war — seither sind es Sekunden pro Seite (Richtwert 300). Ein gesetztes pdfa_level weist auf den Ghostscript-Bug hin. Die Texte stehen nur in config.py (legacy_warnings()), weil sie sowohl beim Dienststart ins Log gehen als auch von --check-config ausgegeben werden.
  • Unbekannte Config-Keys werden gemeldet statt still verworfen. _collect_unknown_keys() sammelt Tippfehler ([ocr].langauges), Optionen aus aelteren Versionen, unbekannte Sektionen und unbekannte Upload-/Notify-Targets in Config.unknown_keys; die Meldung nennt den vollen Pfad. Warnung, kein Fehler — der Dienst startet, der Eintrag tut nur nichts.
  • TimeoutStopSec=300 in der Template-Unit: ein laufendes OCR darf beim Stoppen zu Ende laufen. Ein systemctl stop kann dadurch pro Instanz bis zu 5 Minuten dauern — das ist gewollt, ein SIGKILL wuerde den Durchlauf kosten.
  • Feste Pins in requirements.txt (ocrmypdf==16.13.0, watchdog==6.0.0, requests==2.33.1, paramiko==4.0.0). Ohne Pins zieht ein pip install --upgrade beim Update ungefragt einen Major-Sprung ein; ocrmypdf 16 -> 17 wuerde alle Instanzen auf einmal reissen. Geprueft gegen Python 3.11 (Debian 12) und 3.13 (Debian 13), Wheels fuer beide vorhanden.
  • 40 neue Tests (Wiederaufnahme aus working/, --check-config, Config-Warnungen). Suite jetzt 135 Tests.

Changed

  • Die Betriebsdoku ist in drei Dokumente aufgeteilt. Der README ist wieder der Einstieg (Kurzbeschreibung, Features, Schnellstart, Verzeichnis-Layout, Config-Ueberblick) und verlinkt:
    • docs/INSTALLATION.md — Erstinstallation, Basis-Install vs. Instanz-Anlage, die Abfragen pro Instanz, Multi-Instanz-Betrieb, LXC (Error 226/NAMESPACE), Ghostscript auf Debian 12, Instanz manuell loeschen und die vollstaendige Konfigurationsreferenz.
    • docs/UPDATE.md — Ablauf von update.sh, was es nicht anfasst, Backup-Inhalt/-Rechte/-Rotation, Rollback und dessen Grenzen, --check-config mit den Exit-Codes und Config-Drift.
    • docs/OS-UPGRADE.md — Debian-Major-Upgrade als eigener Ablauf. AI_AGENT_BRIEFING.md bleibt der Agent-Kontext (Aufbau und Begruendungen) und verweist fuer Ablaeufe auf die drei Dokumente, statt sie zu wiederholen. Nichts wird doppelt gepflegt.
  • update.sh komplett ueberarbeitet (--help, --rebuild-venv, set -Eeuo pipefail):
    • venv-Health-Check und Neubau. Geprueft werden Existenz, Lauffaehigkeit des Interpreters, major.minor gegen das System-Python und pyvenv.cfg. Passt etwas nicht — typisch nach einem Debian-Major-Upgrade, systemd meldet dann 203/EXEC —, wird die venv neu gebaut, auch ohne --rebuild-venv. Der Neubau ist ganz oder gar nicht: alte venv weg sichern, neu bauen, Requirements installieren, erst bei Erfolg die alte loeschen; scheitert etwas, wird zurueckgerollt und hart abgebrochen. Scheitert pip an einem Pin, nennt das Skript das gescheiterte Paket und den naechsten Schritt ("requirements.txt anheben").
    • apt-Sync auch beim Update. Die Paketliste wird aus install.sh extrahiert (einzige Quelle, Marken BEGIN/END apt-packages) und installiert; nachinstallierte Tesseract-Sprachpakete bleiben unangetastet (kein purge, kein autoremove). Fehlschlaege warnen nur.
    • Haertere Verifikation. Nach dem Start prueft verify_unit() nicht nur is-active, sondern auch is-failed und den Restart-Zaehler — ein Crash-Loop galt bei Type=simple bisher als Erfolg. Die Zusammenfassung stellt Soll gegen Ist und meldet eine Regression namentlich.
    • Vollstaendiges Backup. Gesichert werden Code, alle Instanz-Configs, die Template-Unit, alle Drop-ins und ein pip-freeze.txt der alten venv — ohne venv und ohne Datenverzeichnisse. Weil die Configs Klartext-Passwoerter enthalten, wird das Archiv mit umask 077 erzeugt und auf 0600 root:root gesetzt, das Verzeichnis auf 700. Rotation: die letzten 5 Archive bleiben.
    • ERR-Trap. Bricht das Update ab (Fehler, Strg-C, kill), sagt das Skript, ob auf der Platte schon getauscht wurde, startet die vorher laufenden Instanzen wieder und nennt Backup-Datei und Rollback-Befehl.
    • Instanz-Erfassung deckt jetzt auch activating und failed ab (ueber list-units --all, list-unit-files und die vorhandenen Configs). Vorher kaputte Instanzen werden mitgestartet, gelten aber erst als Erfolg, wenn sie danach wirklich laufen; bewusst gestoppte bleiben gestoppt.
    • Config-Pruefung vor dem Start: --check-config je Instanz, Exit 2 zaehlt als Fehler (Update-Exit 1), Exit 1 wird als Warnung samt Nachstell-Befehl ausgegeben. Kennt der installierte Code das Flag noch nicht, wird die Pruefung uebersprungen und das Update laeuft weiter.
  • install.sh repariert eine kaputte venv. Bisher reichte das blosse Vorhandensein von venv/, um den Basis-Install zu ueberspringen — nach einem Distributions-Upgrade hat der Installer damit gar nichts repariert. Jetzt wird die venv gegen das System-Python geprueft und bei Drift nach venv.old-<timestamp> gesichert und neu gebaut.
  • Die apt-Paketliste steht als einzige Quelle in install.sh in der Funktion pdf_ocr_apt_packages() zwischen den Marken # --- BEGIN apt-packages / # --- END apt-packages. update.sh schneidet den Block heraus und wertet ihn aus — Marken und Funktionsname duerfen sich nicht ohne Anpassung aendern.

Fixed

  • Dateien in working/ gingen nach einem harten Stopp still verloren. Siehe Wiederaufnahme oben — der Fall trat bei jedem SIGKILL waehrend eines OCR-Laufs auf, also auch bei einem Update ohne TimeoutStopSec.
  • Tippfehler in Config-Keys fielen nicht auf. load_config() filterte stumm gegen die Dataclass-Annotationen; [ocr].langauges lief damit wirkungslos mit. Jetzt gibt es eine Warnung mit vollem Key-Pfad.

[0.5.0] - 2026-09-22

Added

  • Der Installer weist einen Archiv-Pfad ab, der auf incoming/, outgoing/, working/ oder error/ der Instanz zeigt — im Eingang wuerde das Original sonst endlos neu aufgegriffen.
  • install.sh fragt beim Anlegen einer Instanz die OCR-Sprachen ab (Tesseract-Sprachen [deu+eng]:). Die Wahl gilt bewusst pro Instanz — ein Hotfolder buchhaltung kann mit deu laufen, ein Hotfolder export mit deu+eng+fra. Der Installer weist vorher darauf hin, dass jede zusaetzliche Sprache Laufzeit und Erkennungsqualitaet kostet, die Liste also eng gehalten werden sollte. Das Eingabeformat wird geprueft (Sprachcodes mit + verbunden, chi_sim & Co. erlaubt); bei Unsinn wird erneut gefragt statt abzubrechen.
  • Sprachpakete werden nachinstalliert. Jeder eingegebene Code wird gegen tesseract --list-langs geprueft. Fehlt eine Sprachdatei, bietet der Installer das passende apt-Paket an (tesseract-ocr-<code>, Unterstrich wird zum Bindestrich: chi_sim → tesseract-ocr-chi-sim). Lehnt der User ab oder laesst sich das Paket nicht installieren, warnt der Installer, dass OCR mit dieser Sprache bei jeder Datei scheitern wuerde, und fragt die Sprachen erneut ab — so kann die Sprache einfach wieder rausgeworfen werden. Ist tesseract nicht aufrufbar, wird die Pruefung uebersprungen und die Eingabe unveraendert uebernommen.
  • Abfrage Original nach erfolgreichem OCR archivieren? [j/N]: — Default nein, also weiterhin original_on_success = "delete". Bei ja wird der Archiv-Pfad abgefragt (Vorschlag <basis>/archive), angelegt und auf den Service-User gechownt; ein Archiv ausserhalb des Instanz-Basis-Pfads bekommt ein eigenes chown -R.

Changed

  • Die Instanz-Config wird weiterhin per sed aus config.example.toml erzeugt, substituiert jetzt aber zusaetzlich [ocr].languages, [output].original_on_success und [output].archive_dir — bisher waren das die Beispiel-Defaults, archive_dir musste von Hand nachgetragen werden. Die Ausdruecke sind am Zeilenanfang verankert (^key[[:space:]]*=), damit die deutschen Kommentarzeilen ueber den Keys unangetastet bleiben, und Pfad-Variablen laufen durch sed_escape_repl() (maskiert \, &, |) — Pfade mit Sonderzeichen landen damit korrekt in der Config.
  • Nach dem sed-Lauf liest der Installer die drei Keys aus der erzeugten Config zurueck und vergleicht sie mit der Eingabe. Erst wenn das passt, nennt die Abschluss-Zusammenfassung zusaetzlich die gewaehlten Sprachen und (bei Archivierung) das Archiv-Verzeichnis; sonst gibt es eine Warnung.

[0.4.1] - 2026-09-22

Fixed

  • veraPDF-FAIL hat das Original immer gelöscht. Schlug die PDF/A-Validierung fehl, wanderte das OCR-Ergebnis nach error/ und das Original wurde per unlink() entfernt — unabhängig von [output].original_on_success. Wer archive konfiguriert hatte, verlor die Datei also ausgerechnet im Fehlerfall. Der FAIL-Pfad nutzt jetzt dieselbe _dispose_original()-Logik wie der Erfolgsfall: archive legt das Original samt Timestamp-Kollisionsschutz im archive_dir ab, delete verhält sich wie bisher. Die Log-Meldung nennt jetzt beides — wohin das OCR-Ergebnis ging und was mit dem Original passiert ist.

Removed

  • Das nie benutzte Logverzeichnis /var/log/pdf-ocr-hotfolder/ wird nicht mehr vom Installer angelegt und ist aus README und Briefing entfernt. Es hat nie ein Logfile enthalten: _setup_logging() nutzt logging.basicConfig() ohne FileHandler, der Dienst loggt nach stdout → journald. journald ist damit die einzige Log-Quelle (journalctl -u pdf-ocr-hotfolder@<instanz> -f). Weder Installer noch Updater fassen das Verzeichnis an: ein vorhandenes, leeres /var/log/pdf-ocr-hotfolder/ kann auf bestehenden Installationen gefahrlos von Hand entfernt werden (sudo rmdir /var/log/pdf-ocr-hotfolder).

Added

  • 3 neue Tests für den veraPDF-FAIL-Pfad (delete, archive, Archiv-Namenskollision); veraPDF wird dabei gemockt. Suite jetzt 95 Tests.

[0.4.0] - 2026-09-22

Added

  • [ocr].timeout ist jetzt wirksam: der Wert wird als tesseract_timeout (Sekunden pro Seite) an ocrmypdf durchgereicht. Bisher war der Key zwar dokumentiert, wurde aber nirgends gelesen.
  • check_output_config() validiert zusätzlich [output].name_mode. Ein Tippfehler führt jetzt beim Start zum Abbruch mit Exit-Code 2, statt erst pro Datei zuzuschlagen — und zwar bisher nach dem Verschieben nach working/, wo die Datei dann liegen blieb.
  • Neue Exception ConfigError in pdf_ocr_hotfolder.config — fehlende [paths]-Sektion oder ein fehlender Pfad-Eintrag liefern eine deutsche Fehlermeldung mit Datei- und Key-Nennung statt eines nackten KeyError-Tracebacks. Die CLI bricht damit sauber mit Exit-Code 2 ab.
  • pytest.ini mit testpaths = tests, damit pytest aus dem Repo-Root läuft.
  • 35 neue Tests: Fehlerzählung (Exception, Upload, Stabilitäts-Timeout), Config-Fehlermeldungen, tesseract_timeout-Durchreichung (ocrmypdf gemockt) und upload_folder().

Changed

  • [ocr].timeout hat eine neue Bedeutung — für bestehende Installationen relevant! Der Wert ist kein (nie implementiertes) Gesamt-Timeout pro PDF mehr, sondern das Limit pro Seite für Tesseract. Der Default sinkt entsprechend von 1800 auf 300. Wer den alten Wert 1800 in seiner config.toml stehen hat, gibt Tesseract damit 30 Minuten je Seite — bitte auf einen Seiten-Wert anpassen (Richtwert 300). 0 bedeutet "kein eigenes Limit": der Wert wird dann gar nicht erst durchgereicht, weil ocrmypdf tesseract_timeout=0 als "OCR komplett überspringen" interpretiert.
  • _dispatch_uploads() liefert jetzt die Namen der fehlgeschlagenen Upload-Ziele zurück; die doppelte enabled-Prüfung (Service + Uploader) ist entfallen — die Uploader prüfen das selbst.
  • upload_folder() kopiert mit shutil.copyfile() statt read_bytes()/write_bytes() — große PDFs landen nicht mehr komplett im Speicher. Die Selbst-Ziel-Erkennung bleibt unverändert.

Fixed

  • OcrConfig.pdfa_level hatte im Code noch den Default "2", obwohl config.example.toml seit 0.2.2 bewusst "" setzt (Ghostscript-Bug, Issue #3). Eine Config ohne [ocr]-Sektion bzw. ohne den Key lief damit ungewollt in PDF/A. Default im Code jetzt ebenfalls "".
  • Eine Exception nach dem OCR (z.B. ein fehlgeschlagener shutil.move() nach outgoing/) wurde nur im Worker-Callback geloggt. error_count blieb 0 und --once lieferte trotz Fehlschlag Exit-Code 0. Jede Exception aus process_pdf() zählt jetzt als Fehler, wird geloggt, löst eine Fehler-Mail aus und die Datei wandert — soweit noch auffindbar (incoming/ oder working/) — nach error/.
  • Fehlgeschlagene Uploads waren folgenlos: die Rückgabewerte der Uploader wurden verworfen, es ging sogar eine Erfolgs-Mail raus. Jetzt zählt mindestens ein fehlgeschlagenes Ziel als Fehler und die E-Mail geht als FEHLER raus, mit Nennung der betroffenen Ziele. Das OCR-PDF bleibt bewusst in outgoing/ liegen (das OCR selbst war ja erfolgreich) — das steht so auch im Log.
  • Lief der Stabilitäts-Check einer Datei in den 60-Sekunden-Timeout, gab es nur ein log.warning; --once meldete Exit-Code 0. Jetzt log.error + error_count. Die Datei bleibt bewusst in incoming/ liegen und wird beim nächsten Lauf erneut versucht. Eine zwischenzeitlich verschwundene Datei wird davon unterschieden und zählt weiterhin nicht als Fehler.

[0.3.1] - 2026-04-10

Fixed

  • Issue #4: LXC/Container-Kompatibilität — systemd-Hardening (PrivateTmp, ProtectSystem, etc.) verursacht Error 226/NAMESPACE in LXC-Containern. Installer erkennt Container-Umgebung automatisch und bietet ein Drop-in an. Zusätzlich liegt systemd/lxc-compat.conf als Vorlage im Repo.
  • Issue #5: WorkingDirectory=/opt/pdf-ocr-hotfolder in der systemd Template-Unit ergänzt — ohne diesen Eintrag konnte das Python-Modul nicht gefunden werden.
  • Issue #6: Auf Debian 12 bietet der Installer bei betroffenen Ghostscript-Versionen (10.0.0–10.02.0) jetzt automatisch an, bookworm-backports zu aktivieren und GS zu upgraden (statt nur zu warnen).

[0.3.0] - 2026-04-09

Added

  • Neue Config-Sektion [output] mit:
    • name_mode — Platzierung des Tags im Dateinamen: "prefix", "suffix" (vor Extension), "none"
    • name_tag — verbatim einzufügender String, z.B. "OCR_" oder "_OCR"
    • original_on_success — "delete" (alter Default) oder "archive"
    • archive_dir — Zielverzeichnis für "archive", mit Kollisions-Schutz (Timestamp-Suffix)
  • Runtime-Validierung der Output-Config in check_output_config()
  • 20 neue Tests für build_output_name(), check_output_config() und process_pdf() mit allen Kombinationen aus Modus + Original-Behandlung

Changed

  • process_pdf() nimmt jetzt output_cfg: OutputConfig als Pflicht-Argument

[0.2.2] - 2026-04-09

Fixed

  • Issue #3: Ghostscript 10.0.0–10.02.0 (Debian 12 default) zerschießen OCR mit PDF/A + skip_text=true.
    • config.example.toml: pdfa_level = "" als sicherer Default
    • Runtime-Preflight: Prüft gs --version wenn pdfa_level gesetzt ist, bricht mit klarer Fehlermeldung ab
    • install.sh: warnt bei betroffenen GS-Versionen mit Upgrade-Hinweis auf bookworm-backports

Added

  • is_ghostscript_broken() / detect_ghostscript_version() in pdf_ocr_hotfolder.service
  • 19 weitere pytest-Tests für GS-Versions-Detection (parametrisiert) und Preflight-Kombinationen

[0.2.1] - 2026-04-09

Fixed

  • Issue #1: Preflight-Check beim Start prüft jetzt tesseract und gs (Ghostscript). Fehlt eine Abhängigkeit, beendet sich der Service sofort mit Exit-Code 2 und klarer Fehlermeldung statt erst bei der ersten Datei.
  • Issue #2: --once-Modus liefert jetzt Exit-Code 1, sobald mindestens ein PDF fehlgeschlagen ist. Exit-Code 0 nur bei vollständigem Erfolg (inkl. "keine Dateien vorhanden"). Exit-Code 2 bei Preflight-Fehler.

Added

  • Public API: HotfolderService.run_once(), .success_count, .error_count, .ensure_dirs()
  • check_preflight() / PreflightError in pdf_ocr_hotfolder.service
  • pytest-Test-Suite (tests/) mit 11 Tests — deckt alle Szenarien aus Issue #1 und #2 ab
  • ocrmypdf-Import in processor.py ist jetzt lazy (Tests ohne ocrmypdf-Installation möglich)

[0.2.0] - 2026-04-08

Added

  • Multi-Instanz-Support via systemd Template-Unit pdf-ocr-hotfolder@<name>.service
  • Pro Instanz: eigene Config (/etc/pdf-ocr-hotfolder/<name>.toml), eigene Datenverzeichnisse (/var/lib/pdf-ocr-hotfolder/<name>/…), optional eigener Service-User via Drop-in
  • Instanz-Manager in install.sh: erkennt bestehende Instanzen bei Re-Run, fragt nach weiteren, listet Namen + Status
  • update.sh stoppt/startet automatisch alle laufenden Instanzen

Changed

  • Single-Unit pdf-ocr-hotfolder.service durch Template-Unit pdf-ocr-hotfolder@.service ersetzt
  • Installer fragt nicht mehr einmalig nach Service-User, sondern pro Instanz

Removed

  • Alte Single-Config unter /etc/pdf-ocr-hotfolder/config.toml — wird nicht mehr erzeugt

[0.1.0] - 2026-04-08

Added

  • Initiale Version (Komplettes Rewrite des alten Bash-Tools pdf-tool)
  • Python-Implementation auf Basis von ocrmypdf (Library, kein Subprozess)
  • Hotfolder-Watcher mit watchdog (created/moved/closed Events)
  • File-Stability-Check (wartet bis Scanner fertig geschrieben hat)
  • ThreadPool für parallele PDF-Verarbeitung (max_workers)
  • Upload-Targets: lokaler Ordner, Nextcloud (WebDAV via requests), SFTP (paramiko)
  • E-Mail-Notify (smtplib, immer / nur Fehler / nie)
  • Optional veraPDF-Validierung
  • TOML-Konfiguration (tomllib aus stdlib, Python ≥3.11)
  • systemd-Unit mit Hardening-Optionen
  • install.sh mit interaktivem Service-User-Prompt (lokal anlegen oder bestehenden lokalen/AD-User übernehmen)
  • update.sh mit Backup, Code-Sync und Service-Reload
  • README.md, AI_AGENT_BRIEFING.md